KRITIK DER WOCHE

Das verflixte 3. Jahr
Eine Scheidung ist niemals ein angenehmes Ereignis. Aber für den Literaturkritiker Marc Marronnier (Gaspard Proust) ist es einfach todsicher, dass die Liebe zu einem Menschen das „verflixte dritte Jahr“ niemals überstehen kann. Weshalb sich der auch als pointiert formulierender Gesellschaftskolumnist tätige Schreiber von seiner Frau Anne (Elisa Sedaoui) scheiden lässt. Drei Jahre sind genug. Unter einem Pseudonym hat Marc zudem bereits seine These der endenden Liebe verfasst, so überzeugt ist er davon. Doch dann trifft er bei einem Familienfeier auf die schöne Alice (gespielt von der französischen TV-Wetter-Fee Louise Bourgoin), und schon ist seine Überzeugung dahin.

„Das verflixte 3. Jahr“ ist das Regiedebüt von Frédéric Beigbeder, der sich als Bestseller-Autor mit „39,90“, einer Satire auf die Welt der Werbebranche, einen Namen gemacht hat - das Buch wurde auch verfilmt. Nun wechselt er selbst hinter die Kamera, um diese durchaus autobiografische Geschichte zu erzählen. Ein leichtes, aber nicht seichtes Kinovergnügen zwischen Wortwitz und einer Prise Ernsthaftigkeit über das ewige Thema Liebe.

Details zum Film

Filmjournalist Matthias Greuling studierte Publizistik in Wien und Filmregie in New York. Heute schreibt er u.a. für M* magazine, celluloid Filmmagazin sowie die "Wiener Zeitung". Matthias Greuling
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