Paul Kemp (Johnny Depp) hat Pech, denn in New York gelingt es dem Journalisten nicht, Fuß zu fassen. Also wandert er 1960 kurzerhand nach Puerto Rico aus. Dort soll der freche Schreiberling den „San Juan Star“ aus der Versenkung retten – was aber nicht so einfach ist, wenn rundherum alle nur dem Karibikfeeling frönen und auch Paul schnell lieber Hängematten als Redaktionsstuben besetzt.
Doch bald schon endet das süße Nichtstun: Eine Frau tritt auf den Plan. Chenault (Amber Heard) ist die Freundin des Betrügers Sanderson (Aaron Eckhart) und zufällig auch ganz nach Pauls Geschmack. Weil Sanderson Puerto Rico in ein Kapitalismus-Paradies verwandeln will, muss sich Paul nicht nur die Gewissensfrage wegen Chenault stellen, sondern auch entscheiden, ob er Sandersons Vorhaben mit seiner Zeitung unterstützt und damit alle journalistischen Tugenden verrät.
Mit der Verfilmung des Kultromans von Hunter S. Thompson setzt Johnny Depp dem legendären Gonzo-Journalisten bereits zum zweiten Mal ein filmisches Denkmal. Es wird schnell klar, dass „The Rum Diary“, das von den frühen Jahren des Journalisten berichtet, ein Herzensprojekt von Johnny Depp selbst ist; denn sehr akkurat ist die Umsetzung der Buchvorlage nicht geraten, doch die Besetzung (u.a. mit Giovanni Ribisi) macht einige Unstimmigkeiten wieder wett.
Details zum Film
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